Sehr geehrter Herr Birkenkamp,
Gewalt und Übergriffe an Kindern sind ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft. Gewalt begegnet uns und unseren Kindern leider überall. In der Schule, auf dem Spielplatz oder auf dem Weg nach Hause. Gewalt durch Mitschüler, Diebe, Pädokriminelle und viele andere mehr sind sowohl in städtischen als auch in ländlichen Regionen zum Alltag geworden.
Bei Gewalt von großen an kleinen Kindern, bei ausländerfeindlich motivierter Gewalt gegen Kinder, bei der Diskriminierung von Schwächeren und bei körperlicher Gewalt setzt die Notinsel ein Gegengewicht. Kinder sind Gewalt und vielen Gefahren meist schutzlos ausgeliefert. Sie sind die schwächsten und damit schutzbedürftigsten Mitglieder unserer Gesellschaft.
In nunmehr fast 50 Städten wurde die Aktion „Notinsel" gestartet. Kinder in Not können sich an Geschäfte und andere öffentlich Einrichtungen wenden. Alle Läden und Geschäfte, die das Notinsel-Zeichen an ihrer Tür anbringen, signalisieren Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher". Die Notinsel schafft für Kinder, die sich bedroht fühlen und die Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort, an dem ihnen geholfen wird. Auch die kleinen Wehwehchen werden bei den Notinsel-Partnern ernst genommen.
Das Projekt „Notinsel" wurde vor 3 Jahren von der „Hänsel+Gretel"-Stiftung initiiert. Da sich die CDU-Ratsfraktion in vollem Umfang mit dem Handlungsansatz des Projektes „Notinsel" identifizieren kann, bitten wir die Verwaltung, die beschriebene Aktion ebenfalls für Ratingen vorzubereiten und den Kinderschutzbund in die gesamte Planung mit einzubinden.