Sehr geehrter Herr Birkenkamp,
da in der Ratsitzung am 31.01.09 keine Pläne und detaillierten Kostenaufstellungen des Erzbistums Köln vorlagen, wurde der Antrag des Erzbistums auf einen Zuschuss im Rahmen des Konjunkturpaketes II für die Liebfrauenschule vom Rat der Stadt abschlägig beschieden.
Nun liegt ein differenzierter Antrag des Erzbistums mit einer detaillierten Kostenaufstellung vor und die CDU-Fraktion bittet die Verwaltung zu prüfen ob im Rahmen einer weiteren Beschlussfassung zum Konjunkturpaket II die Baumaßnahmen des Erzbistums Köln für die Liebfrauenschule noch berücksichtigt werden können.
Begründung:
Die Liebfrauenschule besteht seit 108 Jahren in Ratingen und ist somit die älteste und traditionsreichste Schule der Stadt, die sich seit ihrer Gründung der Mädchenförderung widmet. Sie liefert als Einrichtung in freier Trägerschaft und mit ihrem musisch-künstlerischen Schwerpunkt einen wesentlichen Beitrag zur Vielfalt des Bildungsangebotes unserer Stadt. Mit den großen Konzerten in der Stadthalle erreicht die Liebfrauenschule jedes Jahr über 2 000 Besucher und bereichert damit auch das kulturelle Leben Ratingens.
Seit Jahrzehnten besuchen stetig über 600 Schülerinnen die Liebfrauenschule, deren Absolventinnen in der mittelständischen Wirtschaft Ratingens als Auszubildende sehr begehrt sind.
Angesichts dieser Leistungen bittet die Schule um finanzielle Unterstützung bei den anstehenden Sanierungsmaßnahmen, um den Schülerinnen eine gute Lernumgebung zu ermöglichen. Die recht knapp bemessenen Fristen zur Anmeldung der Baumaßnahmen für das Konjunkturpaket sollten nach Auffassung der CDU-Fraktion nicht Anlass sein, die Liebfrauenschule von dem insgesamt großen Paket von Sanierungsmaßnahmen in der Stadt Ratingen auszuschließen.