CDU-Fraktion begrüßt Beschluss zu wirksamen Maßnahmen gegen sogenannte „Flughafenparker“
Der zuständige Ausschuss hat die Verwaltungsvorlage „Maßnahmen zur Eindämmung des Parkens von sogenannten ‚Flughafenparkern‘“ (Vorlage 11/2026) beschlossen. Die CDU-Fraktion Ratingen begrüßt diesen Beschluss ausdrücklich.
Seit mehreren Jahren belasten sogenannte „Flughafenparker“ – Fahrzeuge von Flugreisenden, teils vermittelt über gewerbliche Parkserviceanbieter – den öffentlichen Straßenraum in Ratingen. Besonders in Ferienzeiten werden Fahrzeuge über Tage oder Wochen abgestellt. Hauptbetroffen sind dabei die flughafennahen Stadtteile Ratingen-West und Tiefenbroich, zunehmend jedoch auch weitere Bereiche wie Lintorf und Breitscheid. Für Anwohnende, Gewerbebetriebe und Pendler bedeutet dies blockierte Stellplätze, erhöhten Parksuchverkehr und eine spürbare Verschlechterung der Situation im unmittelbaren Wohn- und Arbeitsumfeld.
Die CDU-Fraktion hatte die Problematik frühzeitig politisch aufgegriffen. Bereits im Sommer 2025 rief sie die Ratinger Bürgerschaft dazu auf, Belastungsschwerpunkte zu melden. Die zahlreichen Rückmeldungen bestätigten den Handlungsbedarf eindeutig und bildeten die Grundlage für ein von der CDU initiiertes Maßnahmenpaket, das anschließend in die politischen Gremien eingebracht wurde. „Uns war wichtig, nicht abstrakt über das Problem zu sprechen, sondern konkret dort anzusetzen, wo der öffentliche Parkraum besonders massiv zweckentfremdet wird“, erklärt Ina Bisani, Vorsitzende des Bezirksausschusses Tiefenbroich.
Auf dieser Grundlage wurden verschiedene Maßnahmen erprobt, ausgewertet und weiterentwickelt. Insbesondere die Einführung von Parkraumbewirtschaftungszonen mit einer maximalen Parkdauer von zehn Stunden erwies sich als wirksam. „Gerade in Tiefenbroich zeigt sich seit Jahren ein besonders hoher Parkdruck. Die Evaluation hat klar gezeigt, dass die Zehn-Stunden-Regelung für mehr Ordnung sorgt, den Parksuchverkehr reduziert und die Situation spürbar entspannt“, betont Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender.
Auch für den Bereich des Ostbahnhofs sieht die CDU-Fraktion in der beschlossenen Regelung einen wichtigen Schritt. „Der Ostbahnhof ist für viele der tägliche Umsteigepunkt. Wichtig ist, dass Pendler-Parkplätze nicht dauerhaft blockiert werden“, erklärt Claus Köster, CDU-Ratsmitglied für Ratingen-Ost. „Die geplante Zehn-Stunden-Regelung am Ostbahnhof ist ein sinnvoller, ausgewogener Schritt.“
„Auch in Ratingen-West sehen wir immer wieder, dass ganze Straßenzüge in Ferienzeiten über Tage hinweg blockiert werden. Dass die Verwaltung auf Basis unserer Initiative nun konsequent wirksame Instrumente ausweitet, ist genau der richtige Schritt“, erklärt Lars Bammann, Vorsitzender des Bezirksausschusses West. Die CDU-Fraktion begrüßt ausdrücklich, dass die Verwaltung die Erkenntnisse aus der Erprobungsphase aufgegriffen und zügig in eine umsetzungsreife Beschlussvorlage überführt hat.
Mit dem nun gefassten Beschluss werden Parkraumbewirtschaftungszonen mit einer maximal zulässigen Parkdauer von zehn Stunden in weiteren betroffenen Gewerbegebieten eingerichtet. Ergänzend werden fest installierte, zeitlich begrenzte Halteverbote im Zusammenhang mit der Straßenreinigung in Wohn- und Mischgebieten angeordnet. Die in der Vorlage geschilderten Maßnahmen sollen kurzfristig nach der Beschlussfassung umgesetzt werden. Die von der CDU-Fraktion angestoßenen Initiativen befinden sich darüber hinaus bereits in der Umsetzung.
„Wichtig ist, dass wir frühzeitig reagieren und Verlagerungseffekte im Blick behalten. Auch in Lintorf und Breitscheid sind diese inzwischen spürbar. Der jetzt beschlossene Ansatz ist ausgewogen, rechtssicher und sorgt dafür, dass der öffentliche Parkraum wieder denjenigen zur Verfügung steht, für die er gedacht ist“, erläutert Oliver Thrun.
Die CDU-Fraktion wird die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen eng begleiten. Ziel bleibt eine funktionsgerechte Nutzung des öffentlichen Parkraums, die Anwohnende entlastet, Betriebe stärkt und Pendlern verlässliche Parkmöglichkeiten bietet.