CDU Stadtverband Ratingen

Zukunftssichere und redundante IT-Infrastruktur der Feuerwehr Ratingen und für den Ratinger Stadtkonzern

Antrag für WiDiTA am 30.04. (TOP 6), BVA, HAFA sowie Rat

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

auf Basis der im HaFA und Rat beschlossenen Vorlage 62/2019 „IT Feuerwehr - Bereitstellung von außerplanmäßigen Mitteln zur Erneuerung von ausfallbedrohten IT-Komponenten bei der Feuerwehr“ wurde entsprechende Infrastruktur lediglich zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit beschafft und in der Hauptfeuerwache installiert. Eine bei kritischen Infrastrukturen typische redundante Auslegung der Komponenten verteilt über 2 Standorte war dabei noch nicht berücksichtigt, wurde in der damals leider aufgrund der Beratungsfolge erst nachgelagerten Diskussion im Arbeitskreis IT am 30.04.2019 allerdings dringend empfohlen, nicht zuletzt aufgrund der damaligen Betreuung der Infrastruktur in Eigenleistung durch die Feuerwehr durch lediglich eine dafür abgestellte Person. Gegenstand der Diskussion war auch eine mögliche Kooperation mit der Kreisleitstelle, da diese sich zu der Zeit das identische Einsatzführungssystem beschafft hatte.

Nach gut 5 Jahren ist es mit einer ähnlich lautenden Vorlage 281/2025 „Überplanmäßige Mittelbereitstellung für die dringend notwendige Erneuerung der IT-Komponenten der Feuerwehr Ratingen“ erneut erforderlich, kurzfristig die Arbeitsfähigkeit der Feuerwehr wieder herzustellen, diesmal nach Totalausfällen im November und Dezember 2025,
deren Ursachen nicht benannt werden können. Wiederum ist nur geplant, den Status quo wieder herzustellen. Eine redundante Auslegung über 2 Standorte und eine adäquate Betreuung der Infrastruktur ist bislang nicht erfolgt.

Für die Feuerwehr sind in der aktuellen Stellenplanung zwei Beschäftigtenstellen für eine 24/7-Betreuung aller Komponenten, betreffend RZ, Netzwerk, Telefonie, Funktechnik und Fachverfahren vorgesehen. Abgesehen davon, dass 2 Personen für die Abdeckung eines echten 24/7-Betriebes ggf. nicht ausreichen, wird es u.E. schwierig sein, für diese Bandbreite an zu betreuenden Technologien Kompetenz in 2 Personen am Markt zu finden, wobei in der Aufzählung die IT-Sicherheit noch fehlt, die allein schon einen erheblichen Anteil der Betreuung ausmachen wird.

Jedenfalls sollte arbeitsvertraglich sichergesellt sein, dass die beiden Mitarbeitenden ggf. innerhalb des Stadtkonzerns auch an die neue RZ-Einheit entsendet werden können.

Es erscheint perspektivisch sowohl wirtschaftlicher als auch redundanter, für die
Bedarfe der Stadt Ratingen, der Feuerwehr, der Stadtwerke Ratingen mit deren 100%-Tochtergesellschaft KomMITT eine integrierte Rechenzentrumslösung aufzubauen.

Daher möchten wir die vom Ersten Beigeordneten, Herrn Filip, als Redundanzerfordernis für die Feuerwehr Ratingen vorgetragene Überlegung unterstützen. Das Grundstück an der Kaiserswerther Straße, auf dem der Bau der neuen Rettungs- und Feuerwache Ratingen-West geplant ist, ist bestens als Standort für ein redundantes Rechenzentrum geeignet, in dem die Bedarfe des Stadtkonzerns (Stadt, Stadtwerke Ratingen, KomMITT Ratingen) gebündelt und gesichert zusammengefasst werden können.

Wir beantragen daher:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Grundlagenermittlung und Entwurfsplanung für die neue Rettungs- und Feuerwache um ein Rechenzentrum für den Stadtkonzern zu erweitern und in die weiteren Planungs- und Entscheidungsphasen einfließen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender
Gerold Fahr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Holger Tappert, Ratsmitglied