Sehr geehrter Herr Birkenkamp,
zu dem o.g. Tagesordnungspunkt des Bezirksausschusses Ratingen-Mitte und Folgeausschüsse stellt die CDU-Fraktion folgenden Antrag:
Die Verwaltung wird gebeten, ein Beleuchtungs- und Illuminationskonzept für die Ratinger Altstadt zu entwickeln.
Dabei sind folgende Aspekte für eine nachhaltig bessere Präsentation unserer wertvollen Altstadt zu berücksichtigen:
dezente, hochwertige Illumination (Beleuchtung) herausragender historischer Gebäude
Aktualisierung der Altstadtleuchten mit energiesparenden, „weiches" Licht erzeugenden Leuchtmitteln; zur Reduzierung der Blendwirkung sollen im Leuchtenkopf Milchglas- oder Perlglasfenster bzw. Lamellen zur Anwendung kommen.
einheitliche Verwendung nur noch der Altstadtleuchte in der Altstadt
abschnittsweise Realisierung, beginnend im Herbst 2006 und mit der neu zu gestaltenden Bechemer Straße
Zur Finanzierung der Illumination sind neben dem städtischen Haushalt PPP-Modelle (public private partnership) oder Sponsorenmodelle denkbar.
Etwaige Planungs- und erste Investitionskosten sind für 2006 im Haushalt vorzusehen, darüber hinaus im Investitionsplan für 2007 und ggf. 2008.
Begründung:
Die Ratinger Altstadt ist reich an historischen und optisch eindrucksvollen Gebäuden.
Während andere Städte historische Gebäude, Ensembles (neu: Heiligenhaus) oder sogar ehemalige Industrieanlagen (Duisburg) durch Illumination erfolgreich und professionell in Szene setzen, präsentiert sich unsere historische Altstadt in dieser Hinsicht weit unter Wert. Das Beleuchtungskonzept gem. Vorlage 249/02 und 312/02 war ein guter Ansatz, der jedoch vor dem Hintergrund eines drohenden Haushaltssicherungskonzepts 2002/2003 nicht finanzierbar war.
Gem. einstimmigem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 5.2.2003 sollte über die Realisierung in den jeweiligen kommenden Haushaltsberatungen befunden werden.
Auch die Straßenbeleuchtung mit unterschiedlichen Leuchten-Typen und Leuchtstofftechnik ist weit hinter dem Stand der Technik. Sie blendet in einer grellen Lichtfarbe und ist von der Ausleuchtung her unzureichend.
Wir schlagen ein Mehrjahresprogramm vor mit Beginn Marktplatz und Lintorfer Straße (viele kunsthandwerkliche Geschäfte, einige geeignete Gebäude, derzeit geringe Frequenz). Es folgt die Bechemer Strasse. Der vorgesehene Austausch des Kanalsystems erfordert ohnehin eine komplett neue Gestaltung der Oberfläche. Schließlich bieten sich Oberstraße, Düsseldorfer Straße und Hochstraße an.
Mit freundlichen Grüßen
Gerold Fahr
Stellvertretender Vorsitzender
Erhard Schneider
Stellvertretender Vorsitzender