Sehr geehrter Herr Birkenkamp,
Die CDU-Fraktion beantragt, in das Investitionsprogramm für das Jahr 2009 den Betrag von 170.000 EUR für die seit Jahren längst fällige Erneuerung der internen »Infra-Struktur« im Wechselausstellungsbereich (Museumsbeleuchtung [individuell regelbar], Boden [Industrieboden anstatt Teppichboden], Decke, Klimakontrollgeräte) im Erdgeschoss und für die Einrichtung eines Raumes für Didaktik einzusetzen.
Außerdem ist zu prüfen, ob die Umgestaltung des unschönen Eingangs die Summe von 200.000 EUR erforderlich macht oder ein Austausch lediglich der dunklen Scheiben diesen Gesamteindruck abmildern kann. Nach Auffassung der CDU-Fraktion ist der Eingangsbereich nicht vorrangig zu sehen.
Begründung:
Die Beratungen des Runden Tisches (auch die neuerlichen) und der Vortrag von Frau Dr. Anna haben gezeigt, dass die Neupositionierung des Museums der Stadt Ratingen zwar einen erheblichen Aufwand an Arbeit und Kosten bedeutet, aber auch notwendig und machbar ist (Dr. Susanna Anna sprach in diesem Zusammenhang von einem Bedarf von ca. 1.000.000 EUR in drei Schritten, sprich in drei Haushaltsjahren).
Da die endgültige Neupräsentation der Dauerausstellungen (darin sind sich wohl alle einig) und die Arbeit an einem schlüssigen Wechselausstellungskonzept voraussichtlich noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird und außerdem mit der Neubesetzung der Museumsleiterstelle in den Aufgabenbereich der/des neu zu berufenden Direktorin/Direktors fallen werden, ist es schon jetzt unerlässlich, die tägliche Museumsarbeit nunmehr endlich an ganz normale Museumsstandards anzugleichen bzw. auf dieses Niveau anzuheben.
Seit Jahren machen der verdreckte, fleckige Teppichboden in allen Räumen und die unzureichende, nicht den erforderlichen Museumsstandards gerecht werdende Beleuchtung, ein Arbeiten auf diesem für Museen selbstverständlichen Niveau mehr als schwierig (speziell in Bezug auf die Präsentation wertvoller Exponate der eigenen Sammlung als auch auf hochkarätige Leihgaben).
Das gleiche gilt für die Klimakontrollgeräte.
Selbstverständlich hält auch die CDU die Schaffung eines selbständig geführten, gemeinsamen Cafés/Bistros für Museum und Medienzentrum mit zusätzlich nach außen geöffnetem solitären Bereich zum Peter-Brüning-Platz hin für mehr als wünschenswert (zumal der Vorschlag hierzu aus unseren eigenen Reihen kam).
Ein attraktives Café/Bistro mit andauernd einbezogener und wechselnder Kunst könnte dem allgemeinen Publikum die auch bei freiem Eintritt offensichtlich immer noch vorhandene Schwellenangst ins Museum überwinden helfen.
Nur wenn hierfür - gleichzeitig zur Neubesetzung des Direktorenpostens - ein Pächter mit geeignetem Betriebskonzept gesucht (und gefunden) würde, wäre die CDU bereit, für 2010 mit Verpflichtungsermächtigung zugunsten 2009 einen Betrag von 140.000 EUR für die Schaffung eines gemeinsamen Cafés für Museum und Medienzentrum einzusetzen.
Um aber schon jetzt eine professionelle und gleichzeitig attraktive Museumsarbeit überhaupt gewährleisten zu können, sollte man aber nunmehr unverzüglich auch die professionellen, normalen Museumsstandards entsprechenden, Voraussetzungen in Präsentation (Licht, Boden, Klima etc.) und Vermittlung (Raum für Didaktik) schaffen.