CDU Stadtverband Ratingen

Verkehrsberuhigung / Entlastung - Gerhardstraße

Sehr geehrter Herr Birkenkamp,
 
die CDU-Fraktion hatte gemeinsam mit dem CDU-Ortsverband Ratingen-Mitte am 7.Mai 2009 eine Bürgerversammlung im Ratinger Süden durchgeführt. U. a. ging es um die Frage, wie kann der Stadtteil stärker verkehrsberuhigt bzw. welche Maßnahmen können ergriffen werden, um den Durchgangsverkehr aus den Anwohnerstraßen zu verdrängen.
Dabei wurde durch die Anwohner insbesondere darauf verwiesen, dass vor allem an den Morgen- und Abendstunden erheblicher Durchgangsverkehr vor allem durch die Gerhardstraße fließt, der mit erheblichen Belastungen für die Anwohner verbunden ist.
Die CDU-Fraktion beantragt nachfolgende Maßnahmen umzusetzen bzw. Bürgervorschläge auf mögliche Machbar- bzw. Wirksamkeit zu prüfen und eine entsprechende Drucksache für den Bezirksauschuss Mitte bzw. die Fachausschüsse zu erstellen.
 
Verkehrszählungen mit Kennzeichenverfolgung
 
Verkehrszählungen mit einer entsprechenden Kennzeichenverfolgung zur Ermittlung des Durchgangsverkehrs laufen u. W. in der Form ab, dass bei Einfahrt in ein Wohnbezirk- hier z.B. vom Europaring in die Schützenstraße oder von der Düsseldorfer Straße in die Gerhardstraße - die Kfz- Kennzeichen und der Zeitpunkt der Ein- und Ausfahrt notiert werden und im Ausgangsbereich aus dem Wohnbezirk - hier Düsseldorfer Straße oder Europaring - ebenfalls die Kfz-Kennzeichen und der Zeitpunkt der Ein- und Ausfahrt notiert werden.
 
Ergebnis: Ist ein Autofahrer in weniger als 10 Minuten aus dem Wohnbezirk heraus, handelt es sich um einen Autofahrer, der die Schützenstraße/Gerhardstraße und umgekehrt als Durchgangsstraße nutzt um den Europaring zu meiden. Ist er länger als 10 Minuten nicht am anderen Ende der Verkehrszählung erschienen, handelt es sich um einen Autofahrer, der sich im sg. Zielverkehr befunden hat, also gezielt ein Ziel im Wohnbezirk gesucht hat.
 
Wir beantragen daher eine solche Verkehrszählung für die möglichen Durchgangsgangsstraßen in den betroffenen Wohngebieten des Ratinger Südens. Nach Auffassung der CDU-Fraktion handelt es sich hier insbesondere um die Schützenstraße, Talstraße, Gerhard-Straße und die Zieglerstraße die als mögliche Umgehungsstraßen für den Durchgangsverkehr zu vermuten sind. Wir bitten die Verwaltung um schnellstmögliche Vorlage eines Konzepts für eine solche Verkehrszählung.
 
Die Verkehrszählung sollte an folgenden Punkten erfolgen und zwar für die Fahrzeuge, die
1) von der Düsseldorfer Straße in die Gerhardstraße
2) vom Europaring in die Schützenstraße
3) von der Industriestraße in die Talstraße
4) von der Industriestraße in die Zieglerstraße
5) von der Industriestraße in den Cüppersweg
einfahren oder den Bezirk an diesen Stellen verlassen.
 
Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger mit in eine Lösungsfindung einbinden und verweisen nachfolgend auf Anregungen aus der Bürgerversammlung.
 
Ampelschaltung auf der Gerhardstraße/Ecke Düsseldorfer Straße
 
Es kamen Anregungen aus der Bürgerschaft, dass mit einer Veränderung der Ampelschaltung an der Gerhardstraße/Ecke Düsseldorfer Straße der Durchgangsverkehr unattraktiver gemacht werden könnte. Bitte prüfen Sie diesen Vorschlag und machen hierzu Ausführungen.
 
Vorschläge des Bürgers Udo Bachmann:
Herr Udo Bachmann hat die nachfolgenden Vorschläge unterbreitet. Wir bitten diese Vorschläge kritisch zu prüfen und in der Drucksache eine Stellungnahme hierzu abzugeben. Insbesondere bitten wir aber auch darauf einzugehen, dass die Erfahrung aus der Vergangenheit gezeigt hat, dass Einbahnstraßenregelungen in Wohnbereichen zu Verlagerungen des Verkehr in andere Wohnstraßen geführt und damit die Belastung dieser Bürgerinnen und Bürger gestiegen sind.
 
 
 
Herr Bachmann schreibt am 8.Mai 2009:
 
 
Betreff: Verkehrsberuhigung/Entlastung - Gerhardstr.
 
Sehr geehrter Herr Weber ,
 
wie besprochen nachstehend mein Vorschlag:
 
für eine Probephase von ca. 3- 6Monaten - Einbahnstraßenregelung der Gerhardstr. :
 
a) Einbahnstr. in Richtung Düsseldorferstr. zur Schützenstr.
-Vorteil , dass der morgendliche Durchgangsverkehr von der A 44 und der Knittkuhle den Weg über die Gerhardstr. nicht mehr nutzen kann
 
b) im Bereich "Johanna-Flinck-Str." bis zur Straße "Am Schützenbruch
- Verkehr aus dem Neubaugebiet kann wie bisher beidseitig über die Gerhardstr. zur Düsseldorferstr. zu und abfließen
- Sollte jemand in die Gerhardstr. ab Schützenstr. einbiegen hat er die Chance über " Am Schützenbruch" nach links ohne zu wenden wieder auf die Schützenstr. zu gelangen.
 
c) Optional sollte überlegt werden, ob es sinnvoll ist, bei Einführung der v.g. Maßnahme die "Südstr." ebenfalls in Richtung "Fliednerstr." zur "Schützenstr." als Einbahnstrasse. einzuführen, was den Vorteil u.a. hätte, dass die zu erwartenden Parkplatzprobleme im Bereich des Neubaugebietes der Suitbertuskirche entschärft werden könnten.
 
d) Aufwand zu a+b -transportable Baustellenschildern in der Erprobungsphase
4 Einbahnstraßenschilder beidseitig am Anfang und Ende
10 - 11 Einbahnstraßenrichtungsschilder an den einmündenden Stichstraßen zur Gerhardstr.
 
e) Sollte sich herausstellen, dass durch eine Einbahnstraßenregelung der beiden Straßen diese zu so genannten "Rennstrecken" mutieren,
müsste noch über eine gezielte "Beruhigung" diskutiert werden
 
 
Ob dieser Vorschlag zu einem 100%igen Erfolg führt, kann ich auch nicht sagen; aber ein Versuch, welcher auch nicht kostenintensiv ist, ist es mit Sicherheit wert.
 
mit freundlichem Gruß
 
Udo Bachmann
 
Sehr geehrter Herr Birkenkamp, wir bitten um eine zügige Erstellung der beantragten Drucksache, damit die damit zu beschließenden Maßnahmen möglichst schnell umgesetzt werden können.