Aufgrund des demographischen Wandels werden auch in Ratingen die Zahl und der Anteil von Senioren bedeutend zunehmen. Viele Wohnungen und Einfamilienhäuser sind für diesen Lebensabschnitt zu groß, nicht barrierefrei, die zu bewirtschaftenden Gärten zunehmend eine Last.
Immer mehr angehende Senioren suchen bereits in einem frühen Stadium Wohnraum, der sowohl attraktiv, also auch für die Zukunft des Älterwerdens geeignet ist, um möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnumgebung bleiben zu können.
Die CDU-Fraktion möchte einer aktiven städtebaulichen und planungsrechtlichen Begleitung durch Ratsgremien und Verwaltung mehr Verbindlichkeit geben, um das Ziel zu erreichen, in allen Ortsteilen bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben in einer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Hierzu gehört neben den baulichen Voraussetzungen auch ein Standort mit einer möglichst fußläufigen Nahversorgung, wie sie in den Zentren und Nebenzentren im Ratinger Einzelhandelskonzept vorgesehen ist.
Dabei ist es der CDU-Fraktion wichtig, seniorengerechtes Wohnen nicht im Sinne monostrukturierter Senioren-Quartiere zu entwickeln, sondern die Bedarfe von „Alt" und „Jung" möglichst integriert zu betrachten. Schließlich können beide Gruppen im täglichen Leben voneinander profitieren.
Wir bitten um Erstellung einer Vorlage zum Ausbau des seniorengerechten Wohnens in Ratingen mit folgenden Schwerpunkten:
1. Darstellung planungsrechtlicher Instrumente zur Verwirklichung seniorengerechten Wohnens.
2. Aufzeigen geeigneter Standorte im gesamten Stadtgebiet in städtischem oder nicht-städtischem Eigentum mit einer Realisierungsperspektive von rd. 5 - 10 Jahren.
3. Möglichkeiten der Beratung zur Umsetzung und Förderung von institutionellen und privaten Bauvorhaben / Bauanträgen / vorhabengezogenen Bebauungsplänen.