Antrag für den Bezirksausschuss Ratingen-Mitte und Folgeausschüsse
Düsseldorfer Platz / ZOB
Sehr geehrter Herr Schneider,
die Rheinbahn investiert auf Ratinger Stadtgebiet rd. 10 Mio. EUR im Rahmen der „Wehrhahnlinie".
Ratingen erhält dabei neue Schienen, neue Bahnsteige mit elektronischer Fahrgastinformation und neue Wartehäuschen. Die neuen Straßenbahnen haben in sogenannter „Doppeltraktion" zudem eine um mehr als ¼ größere Kapazität. Nach Angaben der Rheinbahn werden sämtliche Maßnahmen bis Ende diesen Jahres vollständig abschlossen sein.
Ausnahme für die Modernisierung bildet ausgerechnet der Zentrale Bahnhof für Omnibusse und Straßenbahn (ZOB) am Düsseldorfer Platz, dessen Planungshoheit offenbar bei der Stadt Ratingen liegt.
Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird gebeten, den Düsseldorfer Platz umgehend zu überplanen unter Berücksichtigung
· einer Verbesserung der Funktionalität (kürzere Umsteigewege durch weniger Einzelhaltepunkte, elektronische Fahrgastinformation, zeitsparende Ein- und Ausfahrt der Busse, Integration Taxiwartezone bzw. Car-Sharing)
· einer Verbesserung der städtebaulichen Situation (Aufenthaltsqualität, Anbindungsoptionen Ratinger Altstadt, Wartehäuschen, überdachte Radstellplätze)
· von präventiver Gestaltung für objektiv und subjektiv verbesserte Sicherheit (Transparenz, Licht, Überwachung)
· von Finanzierungsmöglichkeiten via Investitionszuschüssen durch VRR / GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz)
Die Planungen und Finanzierungsmöglichkeiten sind mit der Rheinbahn/ dem VRR abzustimmen und in möglichen Varianten dem Bezirksausschuss darzustellen.
Begründung:
Mit der Umsetzung der erheblichen Investitionen der Rheinbahn in modernste Fahrzeuge, behindertengerechte Bahnsteige und Echtzeit-Fahrgastinformation erlebt die einzige Straßenbahnlinie in Ratingen eine historische qualitative und quantitative Aufwertung mit zahlreichen Vorteilen für die Nutzer, aber auch für Anwohner.
Es ist mittelfristig nicht vorstellbar, dass der stärkst frequentierte Umsteigeplatz technisch und aus Nutzersicht hinter den nachgelagerten Haltestellen zurückbleibt. Die gilt insbesondere für die Barrierefreiheit und die am ZOB besonders hilfreichen elektronischen Fahrgastinformationen, die erstmals einen Überblick über zeitlich optimale Umsteigemöglichkeiten bieten.
Vor dem Hintergrund der bekannten Mängel des ZOB und eines absehbaren weiteren Zurückfallens des Düsseldorfer Platzes kann dessen technische und städtebauliche Neugestaltung nicht weiter aufgeschoben werden.