Antrag für den JHA, StUKKMA
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
in Gesprächen mit jungen Familien und Eltern wurde an uns herangetragen, dass insbesondere auf stark frequentierten Kinderspielplätzen häufig keine ausreichenden oder praktikablen Möglichkeiten bestehen, Kleinkindern kurzfristig einen Toilettengang zu ermöglichen.
Gerade bei längeren Aufenthalten auf Spielplätzen führt dies oftmals dazu, dass auf umliegende Gebüsche oder andere provisorische Lösungen zurückgegriffen wird, was sowohl hygienisch als auch im Hinblick auf die Aufenthaltsqualität problematisch ist. Andere Kommunen haben hierzu bereits alternative und niedrigschwellige Lösungen erprobt. Hierzu zählen beispielsweise speziell eingerichtete, platzsparende und hygienische Toilettenhilfen im Außenbereich, die mit vergleichsweise geringem baulichem und finanziellem Aufwand umgesetzt werden können.
Vor diesem Hintergrund beantragen wir:
- Die Verwaltung prüft, ob auf Ratinger Kinderspielplätzen alternative familienfreundliche Toilettenlösungen eingerichtet werden können.
- Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob niedrigschwellige und platzsparende Modelle – wie beispielsweise die sogenannte „Oilette“ – als praktikable Ergänzung in Betracht kommen. Im Rahmen der Prüfungsollen insbesondere auch Aspekte wie Privatsphäre, ausreichender Sichtschutz, Akzeptanz sowie die tatsächliche Praxistauglichkeit der jeweiligen Lösung bewertet werden.
- Zudem soll bewertet werden, nach welchen Kriterien geeignete Standorte für ein solches Angebot ausgewählt werden können.
- Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob zunächst ein Modellprojekt an zwei bis drei geeigneten Spielplätzen umgesetzt werden kann, um die tatsächliche Nutzung, Akzeptanz sowie den praktischen Mehrwert solcher Lösungen zu evaluieren.
- Darüber hinaus soll bewertet werden, welche Kosten für Anschaffung, Unterhaltung und Reinigung entstehen und ob eine spätere Ausweitung beziehungsweise sukzessive Integration solcher Lösungen im Zuge künftiger Überarbeitungen oder Sanierungen von Spielplätzen sinnvoll und möglich ist.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender
Lukas Rübbelke, Ratsmitglied